Fehlgeburt wegen übergewicht

"Aber da kann man mit Spritzen nachhelfen, das ist kein Problem", hatte meine Frauenärztin gesagt."Kinderwunschpraxis" – na, den Besuch hatten wir uns nun doch anders vorgestellt.Elke Böinghoff aus Kamen ist 36 Jahre alt, verheiratet und wünscht sich ein Kind.Etwas betäubt, denn wir hatten doch mit etwas mehr Optimismus gerechnet.Mit einem süffisanten Grinsen und den Worten "Na denn, viel Erfolg"! Januar nach Hause, nicht ohne mir einzuschärfen, dass nicht nur der 14. Und während die Einstichstelle in meinem Arm langsam aber großflächig blau anlief, rief ich in der Praxis an, auf einem Zettel hatte ich mir extra notiert, nach einem neuen Rezept für die Spritzen zu fragen. "Nein" – es kam einfach so aus meinem Mund geschossen. Ich war abends als erste zu Hause und hatte es mir schon auf der Couch gemütlich gemacht. Rosenmontag hatte ich einen halben Tag frei und beschloss, den Garten etwas auf Vordermann zu bringen. Zwar machte ich mir in der Nacht große Sorgen, doch am nächsten Morgen war wohl wieder alles in Ordnung.Doch das kam für uns – zumindest zunächst einmal – überhaupt nicht in Frage.Bei urbia erzählt sie, wie sie sich von ihrem Wunschkind bereits allzu früh wieder verabschieden musste.Und da es eben um Spritzen ging, überwies sie mich dann an diese "Kinderwunschpraxis".

Und als wir seinen Redefluss dahingehend stoppten, schwand sein Interesse an uns im Nu. Ich bekam jedenfalls einige Rezepte in die Hand gedrückt, ein Einweisungsgespräch mit einer der Arzthelferinnen und dann waren wir entlassen.Zu Neujahr begann ich mit den Spritzen, was zwar nicht angenehm war, aber ich gewöhnte mich daran. " Ich konnte nur nicken, weil ich sonst vor Lachen geplatzt wäre. Da saßen wir also, ein Paar, zu alt und zu dick für Kinder und waren einfach so – mit etwas Anstupsen – schwanger geworden. Eigentlich verlief die Schwangerschaft ganz gut, es zwickte zwar hier und da mal, aber darüber machte ich mir keine Sorgen.Doch die nach einer Hormontherapie eingetretene Wunschschwangerschaft endete jäh - mit einer Fehlgeburt. Klar, das war nicht gerade frühlingfrisch – aber zu alt um ein Kind zu bekommen? Und meine 124 Kilo waren natürlich auch nicht gerade schön, aber da habe ich schon dickere Frauen mit einer Masse Kinder gesehen.Aber vielleicht war mein Fall einfach zu schwer, denn viel lieber als über die Hormonbehandlung für eine Schwangerschaft wollte der behandelnde Arzt gleich über künstliche Befruchtung sprechen.Sie schrieb ihre Erlebnisse auf - in der Hoffnung, "dass meine Geschichte doch auch für andere ganz interessant sein könnte." Dies ist ihr Erfahrungsbericht: "Tja, das wird nicht leicht werden" – Der Arzt beugte sich – seine Stirn in Dackelfalten gelegt - über unsere Unterlagen. "Naja, und Sie sind ja auch schon über 40." Das ging gegen Alex, der neben mir saß, seine Stirn ebenfalls in Dackelfalten gelegt, wie immer, wenn ihm etwas nicht passt.


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